Viehscheid

Was im bayerischen Dialekt der Almabtrieb, ist im Allgäu die Viehscheid.
Im Sommer werden Kühe und Jungtiere auf Bergweiden gehalten. Dort kümmert
sich der sogenannte Senn um das Vieh. Aufgabe des Senn ist auch das Käsen.
Im Herbst werden diese rund 30.000 Tiere von den Almen, die im Allgäu Alpe genannt werden, geholt, in das Tal verbracht und dort am Scheidplatz wieder ihren Besitzern übergeben.. Im Allgäu gibt es 674 bewirtschaftete Alpen auf denen die Tiere den Sommer verbringen. 43 hiervon sind Sennereien, wo die Milch der Tiere sofort zu Bergkäse verarbeitet wird. Die Viehscheid ist eine Jahrhunderte alte Tradition, die im Tal mit Blasmusik und Volksfest gefeiert wird.

Traditionell wird die Leitkuh der Herde, das Kranztier, nur geschmückt, wenn der Sommer ohne Unfall verlaufen ist. Im Oberallgäu wird dieser Brauch streng eingehalten

Nachfolgend nun einige Impressionen vom Viehscheid in Gunzesried.